In Charles de Foucauld begegnen wir einem Menschen, der dem Anruf
Gottes in seiner ganz persönlichen Art und Weise antwortet. In seinem
Leben läuft nicht immer alles glatt, er kennt Krisen und Wendepunkte, so
wie viele in unserer heutigen Zeit dies auch aus dem eigenen Leben kennen. Das
macht diesen Mann, der seiner Zeit in vielem voraus war, so sympathisch und so
zeitnah.
Er, der auch den Schein der luxuriösen Welt kannte und der in
seiner Jugend alles - zumindest vieles - haben konnte, wird ein
leidenschaftlich Suchender, dem die Liebe Gottes in den Gesichtern geliebter
Menschen aufleuchtet.
Sein Leben lang lässt er sich vom Evangelium
hinterfragen und zögert nicht, seinem Weg eine neue Richtung zu geben,
wenn es darum geht, den von Gott Entferntesten nahe zu sein. Als
Vorläufer, als einer der den Boden bereitet, als lebendiges Evangelium
will er diesen Menschen den Gott der Liebe nahe bringen. Gelebte Freundschaft
und liebende Aufmerksamkeit zeichnen ihn aus. Vom Schicksal des Einzelnen
lässt er sich berühren und gleichzeitig trägt er die ganze Welt
in seinem Herzen.
Bis heute wird er Bruder aller Menschen - frere universel
- genannt.
Sein Beispiel wirkt in den Gemeinschaften der Geistlichen
Familie fort.
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Am 15. September 1858 wird Charles de Foucauld in
Strassburg geboren. Nach dem Tod seiner Eltern (1864) wächst er bei
seinen Großeltern auf. Als Jugendlicher entfernt er sich immer mehr von
seinem Glauben und lebt "wie man eben lebt, wenn der letzte Funke des
Glaubens erloschen ist". Das Erbe seiner Eltern erlaubt ihm ein recht
freizügiges Leben. |
Daten und Hintergründe zum Prozess der Seligsprechung
Aktuelle Bilder von den Lebensstätten Charles de Foucaulds in Algerien