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In Charles de Foucauld begegnen wir einem Menschen, der dem Anruf Gottes in seiner ganz persönlichen Art und Weise antwortet. In seinem Leben läuft nicht immer alles glatt, er kennt Krisen und Wendepunkte, so wie viele in unserer heutigen Zeit dies auch aus dem eigenen Leben kennen. Das macht diesen Mann, der seiner Zeit in vielem voraus war, so sympathisch und so zeitnah.
Er, der auch den Schein der luxuriösen Welt kannte und der in seiner Jugend alles - zumindest vieles - haben konnte, wird ein leidenschaftlich Suchender, dem die Liebe Gottes in den Gesichtern geliebter Menschen aufleuchtet.
Sein Leben lang lässt er sich vom Evangelium hinterfragen und zögert nicht, seinem Weg eine neue Richtung zu geben, wenn es darum geht, den von Gott Entferntesten nahe zu sein. Als Vorläufer, als einer der den Boden bereitet, als lebendiges Evangelium will er diesen Menschen den Gott der Liebe nahe bringen. Gelebte Freundschaft und liebende Aufmerksamkeit zeichnen ihn aus. Vom Schicksal des Einzelnen lässt er sich berühren und gleichzeitig trägt er die ganze Welt in seinem Herzen.
Bis heute wird er Bruder aller Menschen - frere universel - genannt.
Sein Beispiel wirkt in den Gemeinschaften der Geistlichen Familie fort.




Kleine Schwestern Jesu Priestergemeinschaft Jesus Caritas Kleine Schwestern vom Evangelium Kleine Brüder vom Evangelium Kleine Brüder Jesu Fraternität Jesus Caritas Frauengemeinschaft Charles de Foucauld Evangelisch-Lutherische Gemeinschaft Charles de Foucauld Gemeinschaft Charles de Foucauld Sodalität Charles de Foucauld



Frauengemeinschaft Charles de Foucauld (FCF)


Die Mitglieder leben ihre Laienberufung nach dem Charisma Bruder Karls. Das bedeutet:
* mitten in der Welt kontemplativ zu leben ("Nazareth")
* allen gegenüber offen zu sein (Bruder Karl wollte der "Kleine Bruder aller" sein)
* die Ereignisse der Zeit und der Geschichte im Glauben zu sehen und zu deuten
* in Solidarität mit den Armen einfach zu leben und zu teilen
* Nahrung zu schöpfen aus der Hl. Schrift und der Eucharistie.

Eine Gemeinschaft von Frauen, die ehelos leben
Ihre Mitglieder verstehen sich bewusst als Laien, die sich für ein eheloses Leben entschieden haben. Gemeinsam mit den Christen und Christinnen ihrer Umgebung wollen sie unter den gewöhnlichen Bedingungen des Alltags Taufe und Firmung leben.
Die Frauen der FCF leben meist allein und bleiben in ihrem bisherigen Beruf und Umfeld.

Eine Struktur in Basisgruppen (5 - 6 Mitglieder)
Die Gruppen treffen sich - soweit möglich - einmal monatlich.
Die wichtigsten Elemente der Treffen sind:
* Zeiten der Anbetung und der Stille,
* das Schriftgespräch,
* der Austausch über ein von der Gruppe gewähltes Thema,
* eine Zeit des zwanglosen Beisammenseins,
* die révision de vie (Lebensbetrachtung). Sie ist ein zentrales Element der Gruppentreffen. Gemeinsam versuchen die Frauen dabei, den Anruf Gottes für eine jede im Lichte des Evangeliums zu erkennen, unter Wahrung der Freiheit der Einzelnen.

Angebote für einwöchige Exerzitien, für thematische Tagungen sowie ein Treffen aller zu Pfingsten vertiefen das gemeinschaftliche Leben.

Nach einer Zeit des Kennenlernens und des Mitlebens in der Gruppe binden sich die Frauen in mehreren zeitlichen Schritten in Form von Versprechen an die Gemeinschaft.

Die FCF ist eine "Private Vereinigung von Gläubigen päpstlichen Rechts", die vom Päpstlichen Laienrat mit ihren Statuten am 01.12. 2004 endgültig anerkannt wurde.
Sie ist auch Mitglied der Vereinigung, in der 19 verschiedene Zweige der "geistlichen Familie Foucauld" zusammengefasst sind.
Die Mitglieder der FCF sind in 23 Ländern der Erde vertreten, hauptsächlich in Europa und Südamerika.
In Deutschland gibt es etwa 30 Mitglieder.

Kontaktadresse:
Angelika Koopmann
Klosterstr. 17
D-46145 Oberhausen
Tel. +49-(0)208-669322
Angelika Koopmann

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Fraternität Jesus Caritas (FJC)


Die leidenschaftliche Jesus - Nachfolge Charles de Foucaulds hat im 20. Jahrhundert viele Menschen fasziniert und angesteckt. In den 50er Jahren suchten in Frankreich Margot Poncet und einige Frauen, wie sie seine Spiritualität in ihrem normalen Berufsalltag und ohne Trennung von ihrem bisherigen Lebensbereich verwirklichen könnten. Als ehelos lebende Frauen wollten sie sich an eine Geistliche Gemeinschaft binden, aber Laien bleiben. Die Gemeinschaft sollte ihnen als Zelle der Kirche Kraft und Weggeleit geben.
Aus dieser Idee entstand 1952 die Fraternität Jesus Caritas.
In der Folge des II. Vatikanums entstanden aus der einen Wurzel zwei Internationale Frauengemeinschaften:
- die "Frauengemeinschaft Charles de Foucauld", seit 1998 als Gemeinschaft von Gläubigen.
- die "Fraternität Jesus Caritas", seit 1998 als Säkularinstitut kirchenrechtlich anerkannt,

Wir sind eine kleine Gruppe von Frauen, die auf dem Weg der Evangelischen Räte (Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam) versuchen, die Spiritualität von Charles de Foucauld zu verwirklichen. Unbedingte Christusnachfolge und ein Leben unter normalen Bedingungen sind für uns kein Widerspruch. Da wir die drei Gelübde nicht in der "klassischen" Form leben, sind wir herausgefordert, nach ihrem Sinn zu fragen und danach, wie sie unseren Alltag inspirieren.
Zur Zeit sind wir in Deutschland 6 Mitglieder und 2 Sympathisantinnen, die aus sozialen und kirchlichen Berufen kommen. Weltweit zählen wir über 200 Frauen in 26 Ländern, die oft ganz vereinzelt auf den verschiedensten Wegen zur Fraternität finden.
Unser Gemeinschaftsleben vollzieht sich vor allem an den monatlichen Treffen für ein Wochenende (zur Zeit in Schwäbisch Gmünd). Gemeinsame Anbetung, Stundengebet und Feier der Eucharistie helfen uns, die gemeinsame Berufung zu stärken. Da wir sonst in unserem Alltag selber unser Gebetsleben strukturieren müssen und ihm die Treue halten, ist das Gemeinschaftstreffen immer wieder eine gegenseitige Ermutigung. Unsere Erlebnisse, Fragen, Freuden und Sorgen teilen wir miteinander in der Révision de Vie und suchen nach einer Antwort auf den Ruf Gottes, der uns in den vielfältigen Situationen unseres Berufslebens, unserer Begegnungen und in unserem Umfeld begegnet.
Da wir in den letzten Jahren immer Interessentinnen in der Gruppe hatten und haben, ist es wichtig, miteinander die Quellen unserer Spiritualität zu studieren und in unsere heutige Zeit zu übersetzen. Gemeinsame Exerzitien, die wir alle zwei Jahre bewusst im Ausland machen und auch Fortbildungstagungen helfen uns, den internationalen Charakter unserer Gemeinschaft wahrzunehmen und zu leben. Dieser Blick über den eigenen Gartenzaun führt viele von uns zum Engagement für die Eine Welt und für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Ein monatlicher Wüstentag will die kontemplative Seite unserer Berufung stärken und unsere Ohren für die leisen Töne schärfen.

Kontaktadresse:
Cornelia Reisch
Möslestr. 19
D-79117 Freiburg
Tel. +49-(0)761-13 78 269
cornelia.reisch

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Gemeinschaft Charles de Foucauld


Erst in den fünfziger Jahren kam es zu einem Neuansatz einer Vereinigung von Laien, wie sie Charles de Foucauld ursprünglich geplant hatte. Weltweit gehören heute zu dieser Gemeinschaft 5000 - 6000 Mitglieder.

In Deutschland existiert die Gemeinschaft Charles de Foucauld seit 1965. Sie hat ca. 130 feste Mitglieder. Die Gemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Männern und Frauen, Alleinstehenden, Eheleuten und Familien mit ihren Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten.

kleine GruppenDer Schwerpunkt des Lebens in dieser Gemeinschaft liegt für viele auf den kleinen Gruppen, die sich regelmäßig (wenigstens monatlich) treffen. Eine Reihe von Mitgliedern wohnt jedoch zu verstreut, als dass die Reise zu den Treffen möglich wäre. Neben dem engeren brieflichen Kontakt und den Informationen aus dem dreimal jährlich erscheinenden Rundbrief sind für sie dann Einkehrtage einzelner Gruppen oder Regionen, Jahrestreffen, Pfingstbesinnungstage oder die “Nazaretzeit” (religiöse Ferienwochen) von Bedeutung.

In all den verschiedenen Formen der Gemeinsamkeit geht es nicht darum, gemeinsam kirchlich, sozial oder politisch tätig zu werden, sondern einander Ansporn und Rückhalt zu geben, damit jeder an seinem Platz dem Evangelium entsprechend leben und handeln kann. Hier finden alle Mitglieder den nötigen Rückhalt für ein bewusst christliches Leben in ihrem jeweiligen Alltag.

Sie unterstützen sich gegenseitig dabei, ein möglichst einfaches Leben zu führen und offen zu sein für jeden Menschen, besonders für die Benachteiligten, Armen und Verfolgten. Treffen und Briefkontakte über Grenzen hinweg stärken das Bewusstsein der Zugehörigkeit zu einer internationalen Gemeinschaft.

Interessenten, die mehr über unsere Gemeinschaft erfahren möchten, schicken wir gerne unseren Rundbrief zu. Einen kleinen Einblick in die Spiritualität bietet auch der "Weg der Einheit", der Grundlage für die Gemeinschaft weltweit ist.

Alle von uns angebotenen Veranstaltungen sind auch für Interessenten offen.

Kontaktadresse:
Martin Güttner
Königgrätzer Str. 42
D-59067 Hamm
Martin Güttner

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Kleine Brüder Jesu


Ursprung und Entwicklung
Die Ordensgemeinschaft der „Kleinen Brüder Jesu“ verdankt ihre Entstehung und ihre Existenz Charles de Foucauld. Seine Persönlichkeit und sein Lebensweg haben die Gemeinschaft stark geprägt.
Zur Gründung der „Kleinen Brüder Jesu“ kam es 1933. Fünf französische Priester, unter ihnen René Voillaume, zogen in die Sahara nach El-Abiodh-Sidi-Cheikh und begannen dort nach der Regel, die Charles de Foucauld 1899 in Nazaret ausgearbeitet hatte, ein monastisches Leben zu führen.
Nach Beendigung des zweiten Weltkriegs setzte jedoch in den Jahren 1945/46 eine neue Entwicklung ein. Persönliche Erfahrungen während der Kriegsjahre, die Arbeiterpriesterbewegung, vor allem aber eine bessere Kenntnis der Schriften Charles de Foucaulds und der Art, wie er seine Anliegen sah und lebte, führten zu der Entstehung kleiner Gemeinschaften zu zweit oder zu dritt.
„Kleine Brüder Jesu“ lebten nunmehr in Mietswohnungen, unter einfachen Verhältnissen, verdienten ihren Lebensunterhalt als Lohnarbeiter in Fabriken, auf dem Bau oder in der Landwirtschaft und pflegten engen Kontakt mit den Menschen ihrer Umgebung. Ein Ordensleben in dieser Form war damals etwas völlig Neues.
Die Gemeinschaft verbreitete sich schnell weltweit. Heute zählt sie etwa 220 Mitglieder (Stand 1.1.2009) mit Herkunft aus 30 verschiedenen Ländern. Es gibt Niederlassungen in 39 Ländern, in Afrika, Nord- und Südamerika, Asien und Europa. Etwa ein Viertel ihrer Mitglieder sind Priester. Diese unterscheiden sich von den anderen weder durch einen besonderen Lebensstil oder Aufgabenbereich noch durch die Ausbildung oder ein größeres Maß an Autorität. Ihr speziell priesterlicher Dienst besteht darin, innerhalb der Gemeinschaft die Eucharistiefeier zu ermöglichen.
Kirchenrechtlich zählen die „Kleinen Brüder Jesu“ zu den kontemplativen Ordensgemeinschaften. Seit 1968 sind sie eine Kongregation „päpstlichen Rechts“.
Im deutschsprachigen Raum leben „Kleine Brüder Jesu“ in Hamburg, Duisburg, Nürnberg, Zürich, St. Pölten und Wien.
Ein kontemplatives Leben mitten in der Welt
Für die „Kleinen Brüder Jesu“ ist der Alltag der kleinen Leute, zu denen sie soziologisch gehören, Inhalt und Rahmen ihres kontemplativen Ordenslebens. Dabei bestimmen im Wesentlichen drei Elemente ihr Leben:
Arbeiten: In Berufen der unteren Lohnstufen, in der Industrie oder im Dienstleistungssektor, dort, wo Menschen oft dem Glauben und der Kirche fern stehen. Dabei lehnen sie es ab, Chef- oder Leitungsfunktionen zu übernehmen und beruflich Karriere zu machen. Durch ihren Arbeitslohn sichern sie sich ihren Lebensunterhalt.
Gemeinschaftliches Leben ist geprägt vom Wunsch nach Verwirklichung freundschaftlicher Beziehungen untereinander und zu den Menschen, denen sie in ihrem Alltag begegnen. Das Bestreben, das Los und die gesellschaftliche Situation der kleinen Leute zu teilen, ist einer der Gründe für kleine Gemeinschaften zu zweit oder zu dritt.
Beten: In jeder Gemeinschaft gibt es einen kleinen Gebetsraum. Das Gebet, Zeit der Begegnung mit Gott, des stillen Innehaltens, Dankens und Fürbittens, gestaltet sich in den einzelnen Gemeinschaften verschieden, abhängig von den Personen, von Arbeits- und Lebensrhythmus. Die gemeinsame Feier der Eucharistie ist immer wieder ein Höhepunkt. Dieses Gebet in der eucharistischen Gegenwart Jesu nährt sich von den täglichen Begegnungen und setzt sich auch in ihnen fort.

Kontaktadressen:

Gemeinschaft der Kleinen Brüder Jesu
Ammanstr. 7
D-90459 Nürnberg
Tel. +49-(0)911-44 93 04
trhbnbg
 
     Gemeinschaft der Kleinen Brüder Jesu
Arbeitergasse 18/17
A-1050 Wien
Tel. +43-(0)222-5 47 16 74
herbert.hartl
 
Gemeinschaft der Kleinen Brüder Jesu
Kaiser Wilhelm Str. 271
D-47169 Duisburg
Tel. +49-(0)203-406 05 81
wolkoe
 
     Gemeinschaft der Kleinen Brüder Jesu
Wildbachstr. 83
CH–8008 Zürich
Tel. +41-(0)1382-16 93
wildbach.zh

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Kleine Brüder vom Evangelium


Die Gründung der Kleinen Brüder vom Evangelium 1956 durch René Voillaume ist der Versuch, ein kontemplatives Leben im Geiste Charles de Foucaulds mit einem sozialen und pastoralen Engagement mit und bei den Menschen am Rande unserer Gesellschaft zu verbinden:

Unser Leben ist dabei von drei Leitlinien geprägt:

- dem brüderlichen Leben in der Gemeinschaft:
Inmitten einer von Spaltung und Vereinzelung geprägten Welt versuchen wir in kleinen Fraternitäten von 3 bis 4 Brüdern, ein Ort versöhnten Miteinanders zu sein, wo wir im Alltag unseren Glauben, aber auch unsere Sorgen und Grenzen miteinander teilen. Wichtige Hilfe ist uns dabei die "révision de vie", die regelmäßige Aussprache und gegenseitige Ermutigung. Wir sind getragen von der Hoffnung, dass wir trotz der Verschiedenheit unserer Charaktere, Nationalitäten und Kulturen (unsere Brüder kommen aus ca. 15 verschiedenen Ländern) ein konkretes Zeichen brüderlicher Einheit sein können.

- dem Teilen des Lebens mit den einfachen Leuten:
Im Ausüben einfacher Berufe und bemüht um einen einfachen und einladenden Lebensstil, wollen wir auf der Seite der Benachteiligten stehen und ihnen die Frohe Botschaft Jesu bezeugen durch unseren Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, in sozialen, politischen und pastoralen Engagements. Wir bemühen uns um die Nähe und Freundschaft der Menschen, nicht zuletzt durch das Erlernen ihrer Sprache und die Wertschätzung ihrer Kultur und Lebensweise.

- dem Leben unseres Glaubens im gemeinsamen Gebet, Feiern der Eucharistie und Zeiten der Stille:
Wir suchen die Nähe Gottes im Trubel des Alltags und in der Stille unserer Kapelle, im gemeinsamen Gebet, wie in der persönlichen Meditation und Anbetung, im Lesen und Austausch des Wortes Gottes und im Feiern der Eucharistie. Dabei tragen wir den Alltag und die Erfahrungen unserer Arbeitskollegen und Nachbarn, ihre und unsere Sorgen, Leiden und Hoffnungen vor Gott. Wie Charles de Foucauld sich immer wieder in die Einsamkeit und Stille zurückzog, so haben auch wir regelmäßig Zeiten der Einsamkeit und Stille.

Bei aller Internationalität sind wir eine kleine überschaubare Kongregation von etwa 80 Brüdern in 18 verschiedenen Ländern. Ein gutes Drittel unserer Brüder sind zum Priester geweiht. Unsere gemeinsamen Sprachen sind französisch, spanisch und englisch. Wir haben in Afrika, Südamerika und Europa Fraternitäten, in denen Interessierte uns kennen lernen und auch ihre Ausbildung (Postulat und Noviziat) machen, wenn sie in unsere Gemeinschaft eintreten wollen.
Im deutschsprachigen Raum gab es eine Bruderschaft von 1973 bis 2003: zunächst 27 Jahre in Frankfurt/ Main und danach 2 ½ Jahre in Magdeburg.
Im November 2005 wurde in Leipzig wieder eine Bruderschaft gegründet.

Nähere Informationen finden Sie auf der
Homepage der Kleinen Brüder vom Evangelium

Kontaktadresse:
Kleine Brüder vom Evangelium
An der Kotsche 47
D - 04207 Leipzig (Grünau)
Tel. +49-(0)341-940 35 70
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Kleine Schwestern vom Evangelium


Am 1.12.1963 entsteht die Gemeinschaft der Kleinen Schwestern vom Evangelium. Innerhalb der geistlichen Familie Charles de Foucaulds leben sie ein kontemplativ-missionarisch geprägtes Ordensleben.

„Die Gemeinschaften der Kleinen Schwestern vom Evangelium sind berufen, sich in erster Linie der Evangelisierung der Armen, der Ausgestoßenen und am Rande Stehenden zu widmen.
Sie verkünden das Evangelium jedoch nicht allein durch Worte, sondern versuchen es, mit ihrem ganzen Leben im Teilen der Lebens- und Arbeitbedingungen der Menschen zu bezeugen.
Aus dem Evangelium leben, das bedeutet das ganze menschliche Leben nach und nach von der christlichen Botschaft durchdringen zu lassen. So schließt die Berufung der Kleinen Schwestern den Einsatz für ein menschenwürdiges Leben in Gerechtigkeit und Freiheit ein.“

( Gründungsbrief)

„Seid allen alles, mit einer einzigen Sehnsucht im Herzen: allen Menschen Jesus Christus nahe zu bringen.“
(Charles de Foucauld)


„Im Blick auf Jesus Christus…den „so sehr geliebten Herrn und Bruder“
(Charles de Foucauld)
Kapelle
Wir erfahren uns eingeladen zu einer freundschaftlichen Beziehung zu Jesus Christus, zum vertrauten Umgang mit ihm, der für uns in der Menschwerdung sowie im Geheimnis von Tod und Auferstehung, Weg zu Gott ist.
Die Betrachtung des Wortes Gottes, die eucharistische Anbetung, der schwesterliche Austausch im Glauben, regelmäßige Wüstenzeiten und Einkehrtage sowie die Stille helfen uns, in dieser innigen Beziehung zu Jesus Christus zu wachsen. So reift in uns langsam ein kontemplativer Blick auf die Welt, die Gott liebt und in der wir leben. Hier, in der Hingabe unseres Lebens in der Nachfolge Jesu, liegt die Wurzel für unser Ordensleben.

„Jeder, der liebt, möchte dem Geliebten ähnlich werden; das ist das Geheimnis meines Lebens. Ich habe mein Herz an diesen Jesus von Nazareth verloren, der vor 1900 Jahren gekreuzigt worden ist; ich bringe mein ganzes Leben damit zu, ihm ähnlich zu werden.“
(Charles de Foucauld)


Im Dienst der Verkündigung des Evangeliums
Schriftgesprächskreis in Aulnay, Frankreich
Unsere Weise der Verkündigung ist geprägt vom Geist Nazareths: wir wollen so unter den Menschen leben, dass sie uns als Schwestern erfahren. Wir versuchen, ihnen in einer Haltung von Achtung und Güte zu begegnen….und darin etwas von der Güte und Liebe Gottes aufscheinen zu lassen.
Es sind die Bedürfnisse der Menschen, vor allem derer, auf der Schattenseite des Lebens, die uns leiten und unsere Schwerpunkte und Engagements in der Evangelisierung bestimmen. Diese werden nie spektakulär sein, noch von vornherein klar umrissen.
Vielmehr versuchen wir, jedem Menschen und jeder Gruppe so zu begegnen, wie sie sind, um uns gemeinsam mit ihnen auf den Weg zu machen – auf einen Weg, der dort, wo es möglich ist, zu Jesus Christus führt und zu seiner frohen Botschaft vom Reich Gottes.
Wir arbeiten mit der Kirche vor Ort zusammen, wie überhaupt mit allen Menschen guten Willens.
Auf diese Weise können menschliche, geschwisterliche, christliche Gemeinschaften wachsen, wo sich jede und jeder als von Gott geliebt erfahren darf.

„Mit unserem ganzen Sein sollen wir das Evangelium von den Dächern rufen, in unserer ganzen Person soll Jesus lebendig sein, in unserem Handeln, in unserem Leben soll das Evangelium aufscheinen.“
(Charles de Foucauld)


In Solidarität mit den Ausgegrenzten
Kooperative mit Pygmäen in Kamerun
Nach dem Beispiel Jesu von Nazareth - als einfacher Zimmermannssohn lebte er inmitten der Menschen seiner Zeit – leben wir mitten unter den Menschen.
Wir wollen ihnen nahe sein im Teilen der Wohn und Lebensbedingungen, ihrer Arbeit und Kultur, damit nach und nach eine freundschaftliche Verbundenheit wachsen kann.
Dieses solidarische Leben führt uns dazu, uns ihre Nöte und Fragen zu eigen zu machen und gemeinsam mit ihnen nach Wegen zu suchen, die ein Leben in Gerechtigkeit und Freiheit ermöglichen.
„Erstaunt sehe ich, wie ich von einem kontemplativen Leben zu einem Leben der Verkündigung übergehe; ich werde dorthin geführt durch die Bedürfnisse der Menschen.“
(Charles de Foucauld)


In kleinen internationalen Gemeinschaften
Schwesterngruppe im Süden Frankreichs
Verbunden durch eine gemeinsame Berufung, leben wir in kleinen Gemeinschaften von jeweils drei oder vier Schwestern zusammen, die zumeist aus verschiedenen Ländern stammen.
Unser Gemeinschaftsleben soll ein Zeichen dafür sein, dass es bei aller Verschiedenheit der Kulturen und Sprachen möglich ist, zusammenzuleben und einander als Schwestern anzunehmen.
„Ich möchte, dass alle Bewohner dieses Landes, Christen, Muslime, Juden…sich angewöhnen, in mir ihren Bruder zu sehen, den Bruder aller Menschen. Sie beginnen, das Haus „ die Bruderschaft“zu nennen, darüber freue ich mich sehr.“
(Charles de Foucauld)


Die konkrete Lebensform der Kleinen Schwestern

Kleine Schwestern vom Evangelium leben Europa, Afrika, Nord- und Lateinamerika. In Deutschland gibt es derzeit noch keine Fraternität, jedoch gehören einige deutsche Kleine Schwestern der Gemeinschaft an.
Die Kleinen Schwestern teilen beispielsweise das Leben von Zigeunern in Frankreich, leben am Rande von Großstädten in multikultureller Nachbarschaft, arbeiten mit Indios in Ecuador, Immigranten in Italien, Strafgefangenen in den Vereinigten Staaten, Pygmäen in Kamerun und der Landbevölkerung in El Salvador. In Madagaskar und Haiti sind sie an der Seite ihrer Nachbarn engagiert in Gesundheits- oder Bildungsprojekten.

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kleinen Schwestern vom Evangelium

Deutschsprachige Kontaktpersonen:
Generalfraternität
Petites sœurs de l'Evangile
fraternité générale
Roswitha von Oppenkowski
31 rue Georges Politzer
F-93200 Saint Denis
Tel. +33-(0)148-23 32 28
fgpsevangile

Petites sœurs de I'Evangile
Doris Broszeit
21 rue Nungesser et Coli
F- 93380 Pierrefitte sur Seine
Tel. +33-(0)1.80.60.73.32
oder +33-(0)6.33.80.92.21
d.broszeit

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Kleine Schwestern Jesu


Unsere Gemeinschaft wurde 1939 von Kl. Sr. Magdeleine gegründet und geht in ihrer Spiritualität auf Charles de Foucauld zurück. Es gibt etwa 1300 Schwestern weltweit in über 60 Ländern. In Deutschland befinden sich sieben Gemeinschaften in West und Ost, vornehmlich in größeren Städten in sozialen Brennpunkten.

Unsere Sendung in der Kirche: Jesus wurde vom Vater gesandt, um der Welt als Armer die Frohe Botschaft zu bringen. Die Kleinen Schwestern haben in der Kirche den Auftrag, das Heilsgeheimnis von Betlehem und Nazaret mit ihrem ganzen Leben auszudrücken.

aus der Tonwerkstatt
der kl. Schwestern

Unser Schatz – Betlehem: Gott offenbart sich in der Ohnmacht und Schwachheit des neugeborenen Kindes. Unsere Gemeinschaft will das Zeichen dieser Armut, Schwäche und Hingabe tragen, wie Jesus auf äußere Macht verzichten und der Torheit der Liebe trauen. „Sei Zeugin der Zärtlichkeit Gottes, ein Hoffnungsschimmer mitten im Leid dieser Welt der Gewalt und des Unrechts.“ (Kl.Sr. Magdeleine v. Jesus)

Unser Alltag – Nazaret: Wie Jesus 30 Jahre lang in Nazaret gelebt hat, verborgen, unbeachtet, mitten unter den Menschen, so sind unsere Gemeinschaften dort, wo die Armen, die „kleinen“ Leute sind. Wir teilen ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen, ihre Hoffnungen und Leiden, ihre Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Frieden und die Freude am Geschenk unserer gegenseitigen Freundschaft. Der gewöhnliche Alltag ist Ort der Begegnung mit Gott.

Unsere Quelle – das Gebet: Gottes Angesicht suchen in der schweigenden Anbetung, im Hören auf sein Wort, im gemeinsamen Gebet der Psalmen, in der Begegnung mit Menschen. Die Mitte jeder Gemeinschaft ist die Gegenwart Jesu im eucharistischen Brot. Je mehr unser Leben von der Danksagung, der Eucharistie – dem Brot der Mühsal und dem Wein der Freude – geprägt ist, umso untrennbarer ist unser Schicksal mit dem aller Menschen verknüpft.

Wie „Sauerteig“ – mitten in der Welt: Wir verbünden uns mit denen, die sich bemühen, die Grenzmauern zwischen den einzelnen Menschen und zwischen ganzen Völkern abzubauen und möchten als „Sauerteig“ der Einheit unter den Menschen wirken.

Unser Leben – in Gemeinschaft: Sich gegenseitig mit den Schwächen und Fehlern annehmen, einander bereichern mit den Gaben und Begabungen, miteinander immer wieder neu beginnen, das sind Bausteine für unsere Gemeinschaft, die Ort der Gastfreundschaft und Herzlichkeit sein möchte. In der Verschiedenheit unserer Kultur, unserer Herkunft, unseres Denkens... ist Jesus unsere Einheit.

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kleinen Schwestern Jesu

Kontaktadresse:
Kleine Schwestern Jesu
Eichwaldstr. 40
D-60385 Frankfurt/M.
Tel.: +49-(0)69-45 57 47
ksjesu

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Priestergemeinschaft Jesus Caritas


In Frankreich, aber auch an vielen anderen Stellen, lösten die Kleinen Brüder und Kleinen Schwestern Jesu ein sehr großes Echo aus. Zu dieser 'neuen' Spiritualität fühlten sich auch viele Priester hingezogen. Sie standen aber im Diözesandienst und hatten dort ihren Ort. Ihre missionarische Unruhe, ihre Arbeit im entchristlichten Milieu Frankreichs, das Erleben von Menschen in den Elendsvierteln der Großstädte verstärkten die Suchbewegungen, und so kam es langsam zur Konkretisierung einer Gemeinschaft von Priestern, die aus der Spiritualität Bruder Karls leben wollten.

Am 1. September 1955 wurde die 'Unio sacerdotalis' (heutiger Name: Priestergemeinschaft Jesus Caritas) in Lourdes gegründet. Ende der fünfziger Jahre fasste die 'Unio' Fuß in Deutschland und Österreich. Die Mitglieder der Priestergemeinschaft wollen sich in keiner Weise von ihren Mitbrüdern im Diözesanklerus absondern oder der Verfügung durch den Bischof entziehen.

Weltweit gehören, augenblicklich 3500 - 3600 Priester in 29 Ländern der Priestergemeinschaft an. Seit der Karwoche 1997 bilden die Bruderschaften Österreichs mit etwa 60 Priestern eine eigene Region. In Deutschland gehören rund 450 Mitglieder (in der Hauptsache Priester, aber auch Diakone und Laien) zur Priestergemeinschaft Jesus Caritas.


Charakteristische Aspekte des Charisma von Charles de Foucauld
- in erster Linie die Liebe zur Person Jesu, im Evangelium vernommen, in der Eucharistie angebetet
- die universale Gemeinschaft mit den Laien, mit jedem Mensch
- der Wille, den Bedüftigsten nahe zu sein
- die Sorge um die Entferntesten, die Ungläubigen, indem "das Evangelium durch das ganze Leben verkündigt wird"
- die Wahl der "armen Mittel" in einer Welt, in der nur Zweckmässigkeit zählt
- der Wille, der Kirche als Diözesanpriester anzugehören, im Vertrauen vom Bischof abhängig zu sein.

Die "Mittel", die sich die Gemeinschaft gibt
- Vor allem das monatliche Treffen in kleinen beständigen Gruppen von 5-6 Priestern, um sich unter Brüdern zu treffen, füreinander zu sorgen, sich frei zu äußern und sich brüderlich auszusprechen, um das Beten zu lernen, um das in der Eucharistie zu feien, was das Leben der Menschen von heute ausmacht.
- die tägliche private Gebetszeit,
- der Wüstentag einmal im Monat,
- die jährliche Einkehrzeit,
- der "Nazaretmonat" einmal, mindestens, im Laufe des Lebens.

Eine regionale, überregionale und internationale Struktur regelt das Leben der Gemeinschaft, wobei die legitimen Unterschiede berücksichtig werden. Die Verantwortlichen, auf jeder Ebene, werden von ihren Brüdern für eine Zeit von 6 Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist nicht möglich. Der Bischof muss der Wahl zustimmen. Keiner jedoch verlässt seine diözesanen Funktionen, um diese Verantwortung zu übernehmen. Interkontinentale Versammlungen finden jedes sechste Jahr statt. Die Gemeinschaft aktualisiert bei diesem Treffen ihr Leben in Treue zur Intuition von Charles de Foucauld und sie wählt ihre internationalen Verantwortlichen.

In Deutschland erscheint dreimal im Jahr ein Rundbrief der Priestergemeinschaft, in dem interne Themen behandelt und Informationen mitgeteilt werden.

Kontaktadressen:
Hermann Steinert
St. Nepomuk-Str. 11
D-97218 Gerbrunn
Tel.: +49-(0)931-70519018
hermann.steinert

Janko Kristof
A-9072 Ludmannsdorf 1
ludmannsdorf

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Sodalität Charles de Foucauld
Unio der Brüder und Schwestern Jesu


Leben der Sodalität
Die Sodalität versteht sich als eine spirituelle Gemeinschaft von Christen, die über die ganze Welt verstreut sind. Es sind Frauen und Männer, verheiratet, unverheiratet, Priester, Ordensleute, die irgendwann in ihrem Leben vom Geheimnis der Menschwerdung Gottes berührt worden sind und so wie Jesus von Nazaret in dieser Welt ganz unspektakulär ihr Nazaret-Dasein leben wollen. "Nazaret" stellt den Anspruch, dass persönliche Beziehungen nicht auf Kosten von Strukturen zugrunde gehen dürfen. Jede und jeder ist eingeladen, seinen Fähigkeiten entsprechend, der Menschwerdung Gestalt zu verleihen, so wie es ihm vom Geist Gottes gegeben ist. Wesentlich auf diesem Weg sind

--Freundschaft, feinfühlender Respekt vor den anderen, ihren Überzeugungen und ihrem Suchen nach ihrem Platz in dieser Welt
-- Engagement für eine soziale und spirituelle Weiterentwicklung der Menschen
--Solidarität mit denen, welche die Einsamkeit als Last erfahren, und mit denen die sich überfordert fühlen in einer schnelllebigen, übertechnisierten Welt und
--die Meditation des Evangeliums als Kraftquelle für ihr kontemplatives Leben inmitten dieser Welt

In den alltäglichen Beziehungen die verborgene Gegenwart Gottes in den Herzen der Menschen entdecken, trotz einer Welt voller Konflikte und Zerrissenheit, trotz einer Welt, die ohne Gott auszukommen scheint; darin wollen die Brüder und Schwestern ihren Blick schulen. Gott dort zu begegnen, wo man ihn nach menschlichen Kriterien nicht mehr erwartet. Hierin ist ihnen Charles de Foucauld ein sicherer Begleiter.

Gründung und Entwicklung:
"Die Sodalität ist zu Lebzeiten Charles de Foucaulds entstanden," so betont Louis Massignon (international anerkannter Arabist und Islamologe) 1955 auf der Versammlung in Béni Abbes. In den letzten Jahren seines Lebens, in denen Foucauld zu seiner vollen Identität und spirituellen Reife gelangt ist, ruft er eine Association ins Leben, er gründet die Unio. Massignon wird diese später Sodalität nennen.
Was ist das Wesentliche dieser letzten Jahre seines Lebens? In einem Brief an Abbé Huvelin beschreibt Foucauld dies mit wenigen Worten: "Meine Zeit ist aufgeteilt in Gebet, Beziehungen zu den Einheimischen und den Arbeiten an der Tuareg-Sprache."
Um Mitglieder zu gewinnen reist Foucauld mehrmals nach Frankreich. Er wollte Frauen und Männer begeistern, durch Freundschaft, Liebe und Zurückhaltung das Evangelium zu verkünden.
Bei seinem Tod zählte die Unio 49 Mitglieder. Er selbst hatte sich als 9. in die Liste eingetragen. Louis Massignon ist auf dem 48. Platz zu finden. Massignon, der sich Foucauld 1913 anvertraut hatte, fühlte sich nach dessen Tod für dieses Vermächtnis verantwortlich. Es war ihm ein Anliegen, dass das spirituelle Gut Foucaulds, so wie er es von ihm übernommen hatte, beachtet und veröffentlicht wurde. Er war es, der René Bazin (französischer Schriftsteller) beauftragte, Foucaulds Biographie zu schreiben.

Wie ist die Sodalität organisiert?
Die Sodalität ist keine Organisation im herkömmlichen Sinne. Sie ist vielmehr ein spirituelles Netzwerk engagierter Christen, die offen sind für das Wirken Gottes in ihren alltäglich gelebten Beziehungen.

Das Netz von Mitgliedern wird in den verschiedenen Sprachregionen von sogenannten Koordinatoren begleitet und unterstützt. Diese verstehen sich als Kontaktpersonen, als Verbindungsglieder unter den Brüdern und Schwestern. Wer der Sodalität beitreten will, nimmt mit dem Koordinator der jeweiligen Region Kontakt auf und klärt mit ihm seine Beweggründe. Freundschaft ist die Basis für Kontakte und Treffen unter den Mitgliedern. Regelmäßig verpflichtende Treffen sind nicht vorgesehen. Jedes Mitglied jedoch weiß sich vom Gebet des spirituellen Netzes getragen, das die Brüder und Schwestern bilden. Zweimal jährlich erhalten die Mitglieder einen Rundbrief. Ihre Zahl ist inzwischen auf ca. 900 gestiegen, dank Jean Francois Six (französischer Priester und Schriftsteller). Er war über viele Jahre der einzige Koordinator der Sodalität. Ihm wurde diese Aufgabe von Louis Massignon übertragen. Als ausgezeichneter Foucauld-Kenner hat J.F. Six einen Großteil der Korrespondenz Foucaulds ausfindig gemacht, geordnet, veröffentlicht und so allen zugänglich gemacht.

"Die Briefe der Unio-Sodalität, die informellen Begegnungen unter den Mitgliedern dienen dazu, dass wir unsererseits schöpferisch tätig werden, so wie Charles de Foucauld es getan hat. Er hat es auf keine perfekte, idealistisch, engelhafte Weise realisiert, sondern menschlich und einfach, seinen Fähigkeiten und seinen Fehlern entsprechend, so wie es ihm eben möglich war. Wir unterstützen uns gegenseitig auf diesem Weg, der für jede und jeden von uns einmalig und einzigartig ist: Nazaret in unserem Leben, dies will jeden Tag aufs Neue gestaltet werden...
Der Geist treibt uns voran, das Leben des auferstandenen Christus in die Welt zu tragen und wir sind in ganz besonderer Weise beauftragt, zuerst zu denen zu gehen, die unserem Gott der Liebe am entferntesten stehen" (J.F. Six, Januar 2004; aus einem Brief an die Mitglieder).

Homepage: http://www.sodalitaet-charles-de-foucauld.org/

Kontaktadresse für den deutschsprachigen Raum:
Christine Lechner
München
+49-(0)89-1419136
chr.a.lechner

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Evangelisch-Lutherische Gemeinschaft Charles de Foucauld


Als evangelisch lutherischer Zweig am großen Stamm der Familie Charles de Foucauld leben Christen in Beruf, Familie und Kirchengemeinde, Frauen und Männer, alleinstehend oder verheiratet als „eine Gemeinschaft in vielen Häusern“. Immer wieder neu suchen wir nach Wegen, die das Leben mit uns selbst und unserem Nächsten gelingen lassen. Im normalen Alltag und Sonntag werden wir aufbauen und scheitern, Höhen und Tiefen erfahren.
Das Losungsbuch der Herrenhuter Brüdergemeinde ist das Wort, was in die Heilige Schrift führt und tägliche Leitlinie ist. Es verbindet auch untereinander. Die Liebe zum Evangelium, zum Heiligen Abendmahl, zum Gebet wird immer neu geweckt durch gemeinsame Treffen, sowie durch einen Rundbrief mit Betrachtungshilfen.

Kontaktadresse:
Elisabeth und Norbert Hintz
Hauptstr. 13
D-27412 Wilstedt
Fax. +49-(0)4283-98 20 15
Norbert.Hintz

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