In Charles de Foucauld begegnen wir einem Menschen, der dem Anruf Gottes in seiner ganz persönlichen Art und Weise antwortet. In seinem Leben läuft nicht immer alles glatt, er kennt Krisen und Wendepunkte, so wie viele in unserer heutigen Zeit dies auch aus dem eigenen Leben kennen. Das macht diesen Mann, der seiner Zeit in vielem voraus war, so sympathisch und so zeitnah.

Er, der auch den Schein der luxuriösen Welt kannte und der in seiner Jugend alles - zumindest vieles - haben konnte, wird ein leidenschaftlich Suchender, dem die Liebe Gottes in den Gesichtern geliebter Menschen aufleuchtet.

Sein Leben lang lässt er sich vom Evangelium hinterfragen und zögert nicht, seinem Weg eine neue Richtung zu geben, wenn es darum geht, den von Gott Entferntesten nahe zu sein. Als Vorläufer, als einer der den Boden bereitet, als lebendiges Evangelium will er diesen Menschen den Gott der Liebe nahe bringen. Gelebte Freundschaft und liebende Aufmerksamkeit zeichnen ihn aus. Vom Schicksal des Einzelnen lässt er sich berühren und gleichzeitig trägt er die ganze Welt in seinem Herzen.

Bis heute wird er Bruder aller Menschen - frere universel - genannt.

Sein Beispiel wirkt in den Gemeinschaften der Geistlichen Familie fort.