2008.05 : Podiumsdiskussion beim Katholikentag

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Im Rahmen des 97. Deutschen Katholikentags in Osnabrück fand am Freitag, 23.Mai 2008 unter dem Thema "Maßlos schaffen - ein Gewinn? / Maßstab Mensch oder Messlatte Wirtschaftswachstum" eine Podiumsdiskussion statt, die von den Gemeinschaften Charles de Foucauld organisiert worden war.

Hier einige Berichte von Teilnehmern:

1. Bericht

Neuland betreten im oben genannten Sinne haben wir als Gemeinschaften Charles de Foucauld beim Katholikentag in Osnabrück mit der Konzeptionierung und Gestaltung eines Podiums zum Thema "Maßlos schaffen - ein Gewinn? / Maßstab Mensch oder Messlatte Wirtschaftswachstum.

Dass es eine gelungene Veranstaltung war sei vorweggenommen! Wir bekamen ausgesprochen gute Rückmeldungen, z.B. von Frau Jutta Hinrichs, die im ZdK das Referat für Wirtschaft und Soziales leitet. Sie gratulierte uns zu unserer als "einmalig" erlebten Veranstaltung. Bei einer Saalbesetzung von ca. 300 Personen allen Alters und beruflicher Herkunft schien unser Thema zu interessieren. Wir brauchten dazu keine schriftliche Statistik zu erheben. Thomas Kirchmayer hat vielmehr "spielerisch" erreicht, dass sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen gegenseitig wahrnehmen und sich outen konnten, indem er ums Aufstehen bat nach den folgenden Fragen: pic osnabrueck 01 k - Wer unter Ihnen ist als Chef / Chefin oder BetriebsinhaberIn da? - Wer von Ihnen ist Arbeiter / Arbeiterin? - Wer von Ihnen ist Angestellter / Angestellte? - Wer von Ihnen ist in der Familienarbeit tätig? - Wer von Ihnen ist sowohl in der Familienarbeit als auch im Erwerbsleben tätig? - Wer von Ihnen ist arbeitslos oder kennt Zeiten der Arbeitslosigkeit? Das war ein Einstieg, der alle Anwesenden gleich ans Thema heranholte!

Musisch / kreative Elemente haben unserer Veranstaltung den richtigen Rahmen und Pep verliehen. Mit Martin Güttner ließ ein weiteres Genie aus unseren eigenen Reihen das ernste Thema "zauberhaft" aufscheinen. Seine Idee von der (un-)gerechten Verteilung der Güter brachte zum Sehen, zum Nachdenken und natürlich auch zum Lachen. Das Publikum dankte es ihm mit begeistertem Applaus! Die Band "einKlang" aus Aachen umrahmte unsere Veranstaltung mit zwei passenden Musikstücken (u.a. mit dem Titel "Brot und Rosen" in Englisch)!

Am Gelingen der Podiumsdiskussion den größten Anteil hatte unser Moderator Dr. Joachim Drumm! Mit Ruhe, persönlichem Charme und Geschick in der Fragestellung leitete er das Gespräch und brachte in einer kurzen Vorstellung auch den krankheitsbedingt fehlenden Dr. Deichmann mit ins Boot. Die PodiumsteilnehmerInnen hatten sich gut vorbereitet und vertraten ihre Positionen klar und überzeugend. Über so manchen Punkt hätte man leicht ausführlicher reden können - aber auch unsere Veranstaltung hatte ihr "Maß" und so kamen vermutlich auch die Fragen und Beiträge des Publikums nicht ganz zu ihrem Recht. Was wir erreicht haben, war vor allem: die verschiedenen Positionen klarer zu kennen, den "Blick von unten" zu schärfen, für Benachteiligte und christliche Werte die Stimme zu erheben und nicht nur ohnmächtig zu schweigen.

Betroffen machende Erfahrungen des arbeitslosen Ingenieurs, Michael Kramer, der als 50-jähriger nach der Schließung seiner Firma keine Chance auf einen Platz im Erwerbsleben bekam. Er durchlitt eine lange Phase des "Nicht-Gebrauchtwerdens", des "Sich-draußen-fühlens" und der Depression. Durch kirchliche Initiativgruppen fand er zurück ins gesellschaftliche Leben und zu einer sinnvollen Tätigkeit als "ehrenamtlicher Lehrer".

Aufhorchen lassende Erfahrungen von Ruth Koschel, die als zweifache Mutter in Vollzeit Familienarbeit leistet, sich trotz aller Arbeit und Werterfahrungen "draußen" fühlt, weil ihr diese Arbeit wenig Raum und Kraft für den Einsatz in Gesellschaft und im erlernten Beruf lässt. Ganz zu schweigen vom finanziellen Rahmen, der bei nur einem Verdienst zu eng ist. Dies galt auch für die Monate, als der Vater die Erziehungsarbeit übernommen hatte. pic osnabrueck 03 k

Vehement vorgetragene Erfahrungen des Arbeiterpriesters und Betriebsratsvorsitzenden Thomas Schmidt, der endlich existenzsichernde Löhne für alle Beschäftigten forderte. "Bei den unteren Lohngruppen ist am Ende des Geldes noch viel Monat übrig! Das treibt nicht wenige Erwerbstätige in einen zweiten oder gar dritten Job!"

Vielschichtige Erfahrungen von Marie-Luise Dött als Eigentümerin eines Goldschmiede-Handwerksbetriebes, als Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer sowie als Mitglied eines parteipolitischen Gremiums.

Integrierende Erfahrungen des Direktors des Deutschen Caritasverbandes, Dr. Peter Neher, in der Rolle als Arbeitgeber einerseits und als Stimme für jene, die in der Gesellschaft unter die Räder kommen, am Rande stehen und ohne Chance bleiben.

Als Dank erhielten alle PodiumsteilnehmerInnen ein sichtbares Zeichen: das kleine Jesuskind aus der Tonwerkstatt der Kleinen Schwestern Jesu. Es waren mutige Menschen, die sich da in die Öffentlichkeit wagten und ihre Position vertreten haben! An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank! Genau so mutig finde ich uns als Verantwortliche, dass wir dieses "Neuland" zu betreten wagten. Ich danke allen, die mitgetragen haben in der Ideenplanung, bei der Erstellung der Konzeption, in der Findung von Namen und Kompetenzen für die Podiumsbesetzung, in der Durchführung und Gestaltung sowie bei der Hotelreservierung! Gemeinsam sind wir stark. Das prägte auch unser Zusammensein an den Tagen in Osnabrück. Wir waren immerhin neun Dauerteilnehmer. Zusätzlich für den 23.5. reisten sechs weitere Mitglieder unserer Gemeinschaften an.

Ausblick Eine Rückmeldung betraf unser Fehlen in der Kirchenmeile. Wir sind vermisst worden als Geistliche Gemeinschaft mit unserem spezifischen bodenständigen Profil! Was ziehen wir für Konsequenzen für den / einen nächsten Kirchentag?
Margreth Gaissmaier, im Jahr 2008 Erste Vorsitzende des Vereins "Gemeinschaften Charles de Foucauld e.V."

 

2. Bericht

"Maßlos schaffen - ein Gewinn?" Maßstab Mensch oder Messlatte Wirtschaftswachstum?

Diesem aktuellen Thema war auf dem Katholikentag in Osnabrück ein Podium gewidmet, für das die Gemeinschaft Charles de Foucauld konzeptionell zuständig war. Der große Hörsaal im Verfügungszentrum der Universität war gut gefüllt, was manche der Verantwortlichen freudig überraschte. Und ich selbst wäre wohl sicher nicht dabei gewesen, wenn ich nicht über die Bruderschaft davon gehört hätte ...

Zunächst begrüßte Dr. J. Drumm aus Stuttgart alle Teilnehmer und führte kurz in das Thema ein. Thomas Kirchmayer brachte dann alle einander und auch dem Thema persönlich näher, indem er dazu einlud, durch Aufstehen die Zusammensetzung des Plenums sichtbar zu machen: Wer ist Priester? Wer hat eine leitende Stellung? Wer ist Angestellter? Wer hat Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit? Wer arbeitet im Beruf und in der Erziehungsarbeit zugleich? ... Im Anschluss ging es darum, sich mit Hilfe bestimmter Aussagen in bestimmte Personen einzufühlen. Wie komme ich damit zurecht, wenn ich zB. als Arbeitsloser sage: "Ich werden nicht gebraucht."; oder als Arbeitgeber: "Wenn ich nicht mithalte, dann bin ich weg vom Fenster; und mit mir die ganze Belegschaft!"; oder als Arbeitnehmer: "Was nützt es mir, wenn ich zwar viel arbeite, aber der Lohn reicht ja doch nicht aus für das Lebensnotwendige?" ...

Auf das Thema nun auch innerlich gut eingestellt, folgte die Vorstellung der Podiumsgäste. Dazu waren Katholiken aus den verschiedensten Verantwortungsbereichen eingeladen worden: Frau Marie-Luise Dött MdB, Vorsitzende des BKU aus Köln; Ruth Koschel, Bäckerin und früher Wandergesellin aus Belzig, Michael Kramer, Selbsthilfe-Initiative Sommerakademie Frankfurt/M; Prälat Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes aus Freiburg und Thomas Schmidt, Arbeiterpriester und Betriebsratsvorsitzender aus Frankfurt /M. Bei ihrer näheren Vorstellung durch Dr. Drumm wurde der eine oder andere wichtige grundsätzliche Standpunkt erfragt oder erwähnt, so dass alle sich einen ersten Überblick verschaffen konnten. Auch Herr Dr. Heinz-Horst Deichmann, Unternehmer aus Essen, der krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte, wurde bei dieser Vorstellung nicht vergessen.

"Maßstab Mensch oder Messlatte Wirtschaftswachstum?" Teilweise wurde dazu sehr kontrovers und engagiert diskutiert. Stand für die einen das Fragezeichen zu Recht hinter dem Thema, sahen es andere als nicht angebracht an, bezöge sich doch beides aufeinander und bräuchte sich gegenseitig. Ohne den genauen Verlauf wiedergeben zu können, geht mir doch so manche angesprochene Frage noch nach: Warum finden Arbeitssuchende ab einem bestimmten Alter fast keine Arbeit mehr? Wie kann das geändert werden? Warum stehen oft nur die großen Unternehmen mit ihren Problemen im Mittelpunkt und dabei werden die vielen gut funktionierenden mittelständischen Unternehmen übersehen? Immerhin machen diese 90% aller Betriebe aus und beschäftigen immerhin 60% der arbeitenden Bevölkerung. Soll zB. der Mindestlohn eingeführt werden mit dem Risiko, dass er dann bald vom Markt als Normallohn angesehen und festgelegt wird? Und geht das dann nicht auf Kosten der Einrichtungen und Betriebe, die sich für eine qualitätvolle Arbeit verantwortlich fühlen, aber diese Arbeit bei den niedrigen Löhnen dann nicht mehr bezahlen könnten? Ist es in Ordnung, wenn jemand zwar in Vollzeit arbeitet, aber seine Arbeit so wenig entlohnt wird, dass er von staatlicher Seite eine Unterstützung beantragen muss? Ist es nicht eine untragbare Belastung für die Familien, wenn die Arbeitnehmer in mehreren Arbeitsverhältnissen das nötige Geld verdienen müssen? Lassen sich Wettbewerb und Barmherzigkeit miteinander vereinbaren oder schließen sie sich gegenseitig aus? Oder steht man nicht gerade in der Verantwortung für eine tätige effektive Barmherzigkeit, die sich dem Wettbewerb stellen muss?

Eine sehr einprägsame und auflockernde Unterbrechung bei diesen Fragen war die Geschichte, die Martin Güttner als Zauberer über das kleine Geld des kleinen armen "Schluckers" erzählte, das immer weiter gereicht wird und sich dabei vermehrt. Zauberhaft anschaulich wurde es durch die besondere Milch, die sich beim Schütten vom kleineren in den nächstgrößeren Becher geheimnisvoll vermehrte. So landete das wenige Geld des kleinen Mannes schließlich als Eigentum einer großen Bank in Liechtenstein. Doch soll der kleine Mann wirklich leer ausgehen? Sollen nur die Großen alles abfassen? Nein! Und so ging die Geschichte weiter, lebendig in rheinischem Dialekt vorgetragen. Die Milch wurde dabei nach und nach wieder zurück geschüttet. Doch was für eine Überraschung: in jedem Becher war am Ende ausreichend genug, keiner ging leer aus! Sogar die "Heuschrecken" bekamen etwas. Das ist die "zauberhafte" Botschaft vom Reich Gottes, die unsere Welt zum Guten verändern kann. Diese Sehnsucht nach so einer Unterbrechung mitten in unserer Welt sprach wohl den meisten aus dem Herzen; eine gelöste Atmosphäre breitete sich spürbar im Saal aus. Doch im wirklichen Leben lässt sich das nicht so leicht und schnell herbeizaubern. Wie mühsam es ist, wurde durch die sich anschließende Frage-u. Gesprächsrunde deutlich. Bei mir selbst sind am Ende fast mehr Fragen als Antworten geblieben. Doch bleibt für mich der wichtige Hinweis, die Vorgänge in der Arbeitswelt aufmerksamer wahrzunehmen. Es bleibt aber auch die Feststellung, dass Christsein nicht gleichbedeutend ist mit ein und derselben Meinung und Einstellung. Welcher Weg ist wirklich der richtige? Welche Entscheidung ist wirklich allen dienlich? Gerade angesichts der Vielfalt der Meinungen ist ein ständiges Ringen und ein kontinuierlicher Dialog für dieses Ziel nötig. pic osnabrueck 04 k

Am Ende machte jeder Podiumsgast deutlich, dass er auf seinem Platz, auf seine Weise und in seiner Verantwortung mithelfen wolle, die Bedingungen für eine dem Menschen dienliche Arbeitswelt zu stärken, zu verbessern und zu verändern. Dafür stehe für alle bei allen bestehenden Unterschieden, so Dr. Drumm abschließend, das Evangelium als eine unverzichtbare Hilfe und wertvolle Orientierung bereit. Als Zeichen dafür, dass keiner leer ausgehen soll, konnte man beim Hinausgehen Brot und Weintrauben miteinander teilen, die von Mitgliedern der Familie Charles de Foucauld in kleinen Körben angeboten wurden.
Ulrich Winter, Mitglied der Priestergemeinschaft Jesus Caritas

 

 

3. Bericht

Du führst uns hinaus ins Weite - Katholikentag Osnabrück

Ist das nicht ein Gegensatz: "Mitten in der Welt" und jetzt "hinaus ins Weite"? Nein, es sind die zwei Seiten derselben Münze. Mitten im Alltag reifte die Idee, in der Rolle eines Obdachlosen während unserer Podiumsdiskussion auf dem Katholikentag aufzutreten, um so den Blick der Menschen von unten auf unser Wirtschaften zu richten. Lange hat es gedauert bis aus der guten Idee eine darstellbare Person wurde, die dann auch noch mit wenigen Worten komplexe Zusammenhänge deutlich machen sollte, denn viel Zeit hatte ich für meinen Zauberauftritt nicht zur Verfügung. Noch schwieriger gestaltete sich die Suche nach Möglichkeiten, das was ich sagen wollte auch noch bild- und zauberhaft in Szene zu setzen und die notwendigen Requisiten zu fertigen. Meine Küche wurde zur Holzwerkstatt. Tagelang musste ich über Bohrmaschine und Säge, über Bretter, Werkzeug und Schrauben steigen, um Brot und Tee zu bereiten, meine Tagesverpflegung auf den Baustellen. Und doch rückte der Tag X immer näher.

Und dann war es soweit: Norbert, Bernd und Hildegard holten mich morgens ab für den Weg ins Weite. Eine Stunde, mehr war es nicht, die Fahrt nach Osnabrück, dann schon im Eingang der Uni bekannte Gesichter, ich versuche meinen Auftritt zu verdrängen, doch die Spannung steigt. Es reicht im Raum, in den wir geführt werden nur noch für kurze Wortwechsel, bohrender sind die Fragen: Hast du an alles gedacht, genug geübt, den Text wirklich auswendig gelernt? Dann letzte Absprachen mit unserem Moderator, Herrn Dr. Drumm: "3 Minuten habe ich für Sie eingeplant". "8 bis 10 Minuten brauche ich", war meine Antwort und im Stillen denke ich: das war's dann. Margret macht mir Mut, "das ist unsere Veranstaltung" sagt sie. Ich ziehe mich um und setze mich dann mit meinem Koffer hinten in den Saal. 300 Leute, vor so vielen habe ich noch nie gezaubert.

Der Einstieg von Thomas wirkt auf mich beruhigend, mit seinem Charme und in seiner liebenswürdigen Art schafft er es, das Publikum für das Thema zu öffnen, kaum einer, der während der Diskussion den Saal verlässt. pic osnabrueck 02 kDann die Publikumsfragen, Schritt für Schritt nähere ich mich der Bühne: "Hörma, da kommse richtig ausse Puste, woll!" und so fühl ich mich auch, doch dann merke ich, dass ich verstanden werde, dass meine Botschaft ankommt. Das Publikum lacht, ein befreiendes Lachen nach der angespannten Diskussion und Applaus. Nach meinem Auftritt falle ich Norbert um den Hals: Er führt uns hinaus ins Weite, aus der Enge unserer Ängste in die wohlwollende Zustimmung des Publikums.

Ich bringe mit den Anderen den Koffer zum Wagen und gehe dann zur Deutschen Bank, denn auch die Ordensleute für den Frieden, bei denen ich auch Mitglied bin, sind in Osnabrück. An Fronleichnam haben sie nachmittags die etwas andere Fronleichnamsprozession durch Osnabrück geführt, unter einem Baldachin getragen von den Säulen unserer Gesellschaft (Politik, Wirtschaft, Militär und Kirche) wird ein strahlenumkränztes Eurozeichen getragen, davor ein Transparent: "Ja zum Brot des Lebens - Nein zum Götzen Kapital!" Stationen an der Deutschen Bank, dem Dom, dem Rathaus, der Spielbank und zum Abschluss eine Agapefeier, Essen mit Arbeits- und Obdachlosen bei Schwestern in einer Armenküche. Heute sind einige der Initiative in die Deutsche Bank gegangen, drei haben sich als Leichen hingelegt und mit Blut übergossen, daneben ein Transparent: "Der Kapitalismus geht über Leichen". Ich komme gerade dazu, wie die Polizei die drei "blutverschmierten Leichen" aus der Bank führt. Die Drei bekommen Demonstrationsverbot während des Katholikentages.

Nach der Mahnwache gehen wir gemeinsam etwas essen. Dann muss ich mich auch schon verabschieden, ich wollte noch bei der franziskanischen Gemeinschaft vorbeischauen. Dort treffe ich Lydia, sie ist Regionalverantwortliche, wir kennen uns seit dem Tag der geistlichen Gemeinschaften in Essen. Um 18.00 Uhr nehme ich am Abendlob der interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft teil, es ist ein kleiner Kreis, der sich da in der Heilig Kreuz Kirche um den Altar versammelt hat, aber eine Gemeinschaft, die unserer Spiritualtität nicht fremd ist und die wie wir versuchen, das "Mitten in der Welt", aber nicht "von dieser Welt" zu leben.
Martin Güttner, im Jahr 2008 Verantwortlicher der Gemeinschaft Charles de Foucauld und Zauberer